Wettbewerb:
S.O.F.A. architekten
Entwurfsbeschreibung:
Das Grundstück für das neue Altersheim liegt an der Schnittstelle zwischen der dichten dörflichen Struktur von Salurn und der losen Bebauung im landwirtschaftlichen Grün. Aufgrund des vorgegebenen, umfangreichen Raumprogramms und der urbanistischen Rahmenbedingungen ergibt sich für das neu zu planende Senioren- und Pflegeheim ein sehr enges städtebauliches Korsett, das nur begrenzt Spielraum für Großzügigkeit und Offenheit, sowohl innerhalb, als auch außerhalb des Gebäudes zulässt.
Davon ausgehend, haben wir unser Hauptaugenmerk auf den "Wohnschlafraum" gelegt, jenen Raum der von den zukünftigen Bewohnern wohl am intensivsten genutzt wird. Entgegen den Vorgaben des Raumprogramms haben wir diesen – immer im Rahmen der vorgegebenen Gesamtkubatur – so großzügig wie möglich konzipiert. Schrank und
Garderobe finden so noch in einem eigenen kleinen Vorbereich Platz und das Bett kann so in den Raum gestellt werden, dass breite Abstandsflächen zu beiden Seiten gewährleistet sind.
Dies stellt in unseren Augen einen Mehrwert dar, welchen wir nicht als Luxus verstehen sondern als ein entscheidendes Moment für eine höhere Lebensqualität im Alltag - in dieser oft auch schwierigen Lebensphase betagter Menschen.
Der zweite wichtige Punkt war die konzeptionelle Gliederung der einzelnen Stationsbereiche innerhalb des Gebäudes, welche einher geht mit der Verteilung des notwendigen Volumens auf dem zur Verfügung stehenden Areal.
Ausgehend vom Wunsch mit einer Gebäudetypologie ohne die "ökonomische" Mittelgangerschließung - mit all ihren Nachteilen - zu arbeiten, haben wir uns für eine Lösung entschieden, welche ein kompaktes, dreigeschossiges Gebäude mit großzügigem Innenhof, sowie mit einem im Hang verschwindenden Sockelgeschoss vorsieht.
Dadurch ergibt sich eine sehr klare und einfache Zuordnung der einzelnen Funktionsbereiche mit einer
entsprechend klaren Orientierung innerhalb des Gebäudes.
Bei der Gestaltung der Freiflächen wurde grundsätzlich von drei verschiedenen Graden an Öffentlichkeit,
bzw. Geschütztheit ausgegangen. Es gibt:
- den öffentlichen "Platz" vor dem Haupeingang als externes Foyer.
- daran anschließend werden intimere Inseln zwischen neuem Altenwohnheim und Bestand ausgebildet. Hier gibt es Blumen- und Kräuterbeete sowie ein kleines Seerosenbecken. So soll für die zukünftigen Bewohner die Möglichkeit des Rückzuges sowohl für kleine Gruppen, als auch für den einzelnen geschaffen werden.
-die Freifläche für den Pflegebereich mit intensiver Betreuung abgetrennt durch einen begrünten Paravent.
renderings: expressiv