Entwurfsbeschreibung:
Ein neu entstehendes Bildungszentrum bestehend aus:
- deutscher Volksschule
- italienischer Volksschule
- deutscher Mittelschule
Erhaltung und Einbeziehung des bestehenden Schulgebäudes aus der Jahrhundertwende,
welches das Zentrum des Grundstüchs besetzt.
Die drei Schulen sind in drei, von einander unabhängigen Gebäuden untergebracht und so
kompakt und komprimiert wie möglich gesetzt.
Vorgesehen ist die deutsche Volksschule im Süden, die italienische Volksschule im bestehenden
Schulgebäude und die Mittelschule im Norden des Grundstücks zu positionieren.
Diese Anordnung der Schulen maximiert den nicht bebauten Anteil der
Grundstücksfläche und erlaubt es, sensibel auf die umgebenden Gebäude zu reagieren.
Durch die Verteilung der Schulen auf
drei unabhängige Gebäude sind diese für Kinder
und das Lehrpersonal einfach zuordnenbar und garaniert eine und klare Orientierung
innerhalb des Schulzentrums. Die Volumen bleiben überschaubar und nehmen Bezug auf die bauliche Umgebung.
Die Ausrichtung der Gebäude folgt in erster Linie städtebaulichen Kriterien - alle Normalklassen
sind süd- bzw. ostorientiert um den zentralen Erschließungskern gruppiert.
Bei der Organisation der Räume war es uns wichtig Offenheit und Transparenz spürbar zu machen.
Gebäudeintern versuchten wir das flächenmäßig limitierte Raumprogramm dahingehend aufzuweiten, indem
durch Lufträume und Galerien räumliche Zusammenhänge geschaffen werden, welche die Wahrnehmung
der Kinder fördert und es ihnen erleichtern soll sich im Haus zu orientieren und dieses eigenständig zu entdecken.
Im Sinne eines nachhaltig ökologischen Ansatzes spielt die Wahl der Baustoffe
eine entscheidende Rolle.
Die deutsche Volksschule ist als Mischform zwischen Stahlbetonskelett- und
Stahlbetonmassivbau gedacht. Die betonierten Wandscheiben sind Bestandteil eines übergeordneten
Energiekonzeptes und dienen als Speichermassen. Im Innenraum (Wandverkleidungen, Möbel etc.)
ist die Verwendung des Materials Holz mit seinen vielen Anwendungsmöglichkeiten besonders
wünschenswert und trägt entscheidend zu einem angenehmen Raumklima bei.
Das Erschinungsbild der hofseitigen Nordfassade der deutschen Volksschule wird bestimmt durch einen metallenen
"Vorhang" aus Kupfer - das Profilblech mit einem Lochanteil von 30% garantiert die Durchsicht aus den
Gang- und Pausenaufenthaltsbereichen nach draußen und dient gleichzeitig als Sonnenschutz. Über der Eingangszone
wird diese vorgesetzte Haut geknickt und zu einem Wetterschutz umfunktioniert.
Renderings: Peter Larcher
www.workspace.at