Konzept:
Die primäre Frage die sich im Rahmen der vorgegebenen Aufgabe stellt ist: wie lässt sich heutige
Architektur in eine historisch gewachsene, mittelalterliche Substanz schlüssig einfügen?
Die prägenden Merkmale, abgesehen von den mittelalterlichen städtebaulichen Rahmenbedingungen sind:
- die straßenseitige, fest im Boden verankerte massive Wandscheibe
- aufgebrochen durch den halböffentlichen Raum des Laubenganges
- sowie die Fensteröffnungen und Zinnen mit ihren tiefen Laibungen
Diese charakteristischen Elemente der, wenn man so will wehrhaften, mittelalterlichen Fassade sollten unserer Meinung nach -
auch im Sinne des Ensembleschutzes - Bestandteile der neuen Architektur in diesem Gefüge sein.
Unser Wunsch war es in der Erdgeschossebene einen
halböffentlichen, fließenden Raum zu definieren, welcher sich wie eine Klammer
zwischen die Lauben und den Graben spannt - die beiden "Hauptadern" der Stadt verbindet. Dieser von den Lauben zum Graben hin leicht
ansteigende Parkour führt mitten durch das Herz der Bank, dem lichtdurchfluteten Atrium der Bank - der Schalterhalle.
Die Gebäudehülle wurde von uns als eine massive, selbsttragende "Haut" interpretiert, aus der nach Bedarf Öffnungen für die Belichtung
herausgeschnitten werden. Dieses dreidimensionale "Netz" bildet die statisch wirksame Struktur für das gesamte Gebäude - auch die Atriumverglasung
, sowie die einzelnen Geschoßdecken werden von dieser abgehängt. Was zur Folge hat, dass die einzelnen Büroebenen stützenfrei und dadurch sehr flexibel
gestaltbar sind.