Entwurfsbeschreibung
Ausschlaggebend für die Konzeptionierung des Entwurfes war der Wunsch,
im Wesentlichen qualitativ gleichwertige Wohnungstypen anzubieten.
Das bedeutete für uns, dass sämtliche Wohnungen mindestens zwei Orientierungen
aufweisen und die Querlüftung sämtlicher Wohnungseinheiten möglich ist - ein Punkt
der gerade in Bozen aufgrund seiner klimatischen Lage eine wesentliche Rolle spielt.
Daraus ergibt sich die Anordnung aller Wohneinheiten quer zur Längsachse der einzelnen
Riegel - sogenannte „durchgesteckte“ Wohnungstypen. Die 4 Gebäudeblöcke sind als
Zweispänner ausgebildet - das bedeutet zwar tendenziell eine höhere Anzahl von
Treppenhäusern - es ergeben sich jedoch nord/süd bzw. ost/west orientierte
Wohnungen und keine zum Stiegenhaus, bzw. zum Laubengang hin ausgerichtete Einheiten.
Durch die Wahl des schlanken Achsrasters geht diese Entscheidung auch nicht auf Kosten
der Anzahl der Wohnungen.
Ein weiterer zentraler Punkt im Rahmen des Entwurfs war das Thema
Flexibilität - sowohl was die Kombinierbarkeit der einzelnen
Wohnungen, als auch die interne Gliederung der Wohnung selbst betrifft.
Durch die Wahl eines konstanten, konstruktiven Achsrasters über den gesamten
Riegel und die Positionierung eines Schaltzivor dem Treppenhaus, kann Flexibilität in einem hohen Maß
gewährleistet werden. Auch in ökonomischer Hinsicht spielt die
Addierbarkeit standardisierter Elemente wie Fertigteildecken, bis hin
zu den außenliegenden Schiebeelementen eine wesentliche Rolle.
Der Gemeinschaftsraum im 1. Untergeschoss wird über den großzügigen
Atriumhof sowohl belichtet, als auch erschlossen - die interne Zugänglichkeit
von allen vier Gebäudeteilen ist gegeben.