Entwurfsbeschreibung:
Ausgangspunkt unserer Überlegungen für die Konzeption des Hauses der Bildkunst war es, ein Gebäude zu schaffen das die Unternehmensphilosophie des Betriebes nach außen widerspiegelt. Der Anspruch der Firma DURST auch in Zukunft am Markt führend bei der „Produktion von Bildern“ mitzuwirken, fordert vom Unternehmen das Vorantreiben von Forschung und Produktion mit den modernsten zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Strategie sollte in einem übertragenen Sinn auch ihren Niederschlag in der zukünftigen Architektur des “Hauses der Bildkunst“ finden - digitale Technik schafft digital generierte Architektur – Architektur als Sprache und mit den Mitteln der heutigen Zeit.
Das Haus der Bildkunst steht wie der Rest des Werkes in einem von Industriegebäuden geprägten Umfeld.
Da das neue Gebäude jedoch in erster Linie der Präsentation und nicht der Produktion dient wurde bewußt eine andere – als jene der benachbarten Gebäude - Formensprache gewählt. Durch die freie fließende Form ist das Gebäude sofort als solches mit besonderem Inhalt erkennbar und hebt sich markant von seiner Umgebung ab.
Grundsätzlich kann das Gebäude als zwei übereinandergelegte „Schollen“ gelesen werden. Die untere ist weitgehend transparent – der Außen- raum scheint sich fließend im Inneren des Gebäudes fortzusetzen. Das Ober- geschoß zeigt sich - wie bereits erwähnt aus ausstellungstechnischen Gründen – als geschlossene, dynamische, weit auskragende Form. Seine Haut besteht aus bedruckbaren Kunstoffplanen (Pre- contraint) die auch als Experimentier- feld für DURST- Technologie verwendet werden könnten.