Planung und Realisierung:
S.O.F.A. architekten mit
arch. Pius Pircher
Entwurfsbeschreibung:
Das Projekt wurde in engem Kontakt mit den Verantwortlichen für die Grund- bzw. Musikschule erstellt. Die Anforderungen lagen vor allem auf einem möglichst kompakten Raumprogramm und Volumen. Als Standort ist das Grundstück westlich der bestehenden Mittelschule vorgesehen, sowohl aus urbanistischen Gründen als auch aufgrund schulisch – organisatorischer Überlegungen. Das zu bebauende Grundstück liegt direkt an der Hauptstraße zwischen zwei Ortsteilen von St. Walburg. Die Charakteristik des Hanggrundstücks wird bestimmt durch dessen Südorientierung und dem beträchtlichen Höhenunterschied zwischen Straßenniveau und der Sohle des Grundstücks.Nördlich der Talstraße steht eine Reihe von Einfamilienhäusern deren Hauptorientierung nach Süden ausgerichtet ist.
Alle diese Faktoren ergeben eine Entwicklung der Schule von oben nach unten.Das Projekt sieht eine Grundschule mit 6 Normalklassen, 3 Reserveklassen und 2 Spezialklassen vor, sowie alle notwendigen Räume für die Musikschule Ulten und Proveis / Laurein. Ausgehend vom Wunsch, alle Klassen südorientiert auszurichten, den Anwohnern nördlich der Hauptstraße nicht durch eine geschlossene, mehrgeschossige Fassadenfront die Sicht zu verstellen, sowie sich baukörpermäßig dem Gelände anzupassen ergab sich eine, die Horizontale betonende, höhenmäßig gestaffelte architektonische Lösung.
Zwischen Straße und dem eigentlichen Gebäude wird eine Pufferzone eingeschoben, die verschiedene Funktionen übernimmt. In diesem Bereich wird der ruhende Verkehr vom fließenden entkoppelt und für die Busse wird eine Haltespur geschaffen, was zur Folge hat, dass die Schüler nicht mehr gezwungen sind die Hauptstraße zu queren.
Über eine großzügige Treppe als auch eine Rampe gelangt man auf eine ca. 2m tiefer gelegene Ebene, die als Vorplatz für die Grundschule und als Verteiler fungiert. Am westlichen Ende dieser Verkehrsebene sind 10 Autostellplätze vorgesehen.Die eigentliche Grundschule wird durch drei Baukörper gegliedert. Den nördlichen mit Verwaltung und Aula, den südlichen Riegel mit den Klassen und der dazwischen liegenden, zur Gänze verglasten Erschließungs- und Aufenthaltszone. Diese funktionale, interne Gliederung ist auch außen klar ablesbar. Den Abschluss des neu zu schaffenden Gebäudekomplexes im Westen bildet die Musikschule mit einem eigenen kleinen Vorplatz. Die Musikschule ist vollständig unabhängig vom Betrieb der Grundschule nutzbar – im Bedarfsfall ist es jedoch möglich, Einrichtungen der Grundschule in den organisatorischen Ablauf der Musikschule mit einzubeziehen und umgekehrt.
Fotos: Herta Hurnaus