Planung und Realisierung:
S.O.F.A. architekten
Bauleitung:
US2 Architekten Ingenieure
Dr. Arch. Elmar Unterhauser
www.us2-arch.com
Entwurfsbeschreibung:
„ein Haus in den Bergen“ – es liegt an einer Nahtstelle in steilem Gelände - hangseitig schließt
unmittelbar der Wald an, talseitig thront das Gebäude gleich einem Adlerhorst über der Ebene
und entfaltet seine imposante Aussicht.
Zur Straße hin zeigt sich das Haus zurückhaltend und geschlossen, die Eingangstür ist nur durch
eine Schattenfuge im Fassadenbild ablesbar, das selbe gilt für das Garagentor - auch der kleine
Patio liegt versteckt hinter einer Betonwand. Im Gegensatz dazu bietet sich dem Ankommenden dank
des sich zurückziehenden Bauvolumens auf dieser Ebene der beeindruckende Blick über das Tal und
die umgebende Bergwelt.
Bereits hier wird eine dem Haus inhärente Qualität erkennbar: es bildet den Rahmen für Ausblicke.
Die Beziehung zwischen Landschaft und Architektur als Thema der Formfindung und funktionalen
Organisation.
Im Inneren gelangt man über eine Treppe entlang des Patios von der „halböffentlichen“ Eingangsebene
mit Büro und Bibliothek hinunter zur eigentlichen Wohnebene, einer offenen, fließenden Raumfolge
von Wohnraum, Essbereich und Küche – oder umgekehrt. Daran angrenzend, leicht entkoppelt befindet
sich das Gästeapartment.
Die einzelnen Funktionsbereiche sind zurückhaltend proportioniert, gewinnen aber dank der Kontinuität
des umgebenden Raumes an Großzügigkeit und Transparenz. Durch das Öffnen der großflächigen Glasschiebetüren
erweitert sich der Garten ins Haus bzw. das Haus in den Garten und man schafft so zusätzliche räumliche Qualitäten.
Im Gegensatz dazu sind die Schlafräume und Freibereiche der Familie im Obergeschoss sowohl intern
klar voneinander getrennt als auch sorgfältig durch innenliegende Schiebewände und schwenkbare
Fassadenflügel vor den Blicken der Umgebung geschützt.
Durch die eindeutig ablesbare Stapelung der einzelnen Volumen wird die strikte Trennung von Wohnen, Arbeiten und Schlafen
architektonisch lesbar und in einem übertragenen Sinne nachvollziehbar. Die Tiefe der einzelnen Kuben wurde so gering wie
möglich gehalten, um möglichst viel von dem vorgelagerten Grünraum zu bewahren. Die Verschiebung der Körper in
Längsrichtung unterstreicht die oben angesprochene Gliederung. Durch die Vor- und Rücksprünge entsteht so eine plastisch
geformte Masse mit subtil definierten Funktions- und Terrassenbereichen.
Fotos: Hertha Hurnaus
www.hurnaus.com