Entwurfsbeschreibung:
Das Grundstück bildet die Nahtstelle zwischen urbanem Stadtraum und grüner
Freifläche, wobei die Charakteristik des „Simmeringer Marktes“ stark von den
ihn umrahmenden Baumreihen geprägt wird. Diese Qualität der grünen Oase inmitten
des städtischen Gefüges versuchen wir als zentrale Idee unserer städtebaulichen
Überlegungen in den Vordergrund zu rücken, indem wir den „Wald“ bis zum sogenannten
„Spitz“ vorziehen und so ein klar gefasster Freiraum – eine Lichtung- entsteht.
Ein weiterer wichtiger Aspekt unseres Konzeptes ist es, die Erfahrbarkeit des Platzes
als solchen aufrecht zu erhalten und wenn möglich als öffentlichen Ort zu unterstreichen.
Dieses Bestreben steht in Widerspruch zu dem geforderten, umfangreichen Raumprogramm und
dem Wunsch des Auslobers mit dem neuen Gebäude die Traufenhöhe der benachbarten Häuser
nicht zu überschreiten.
Wir entschieden uns zugunsten eines offenen „Marktplatzes“, was
bedeutet das neue Gebäude so kompakt als möglich und vertikal zu organisieren - mit der
Konsequenz der Überschreitung der gewünschten Gebäudehöhe. Diese Entscheidung schafft aber
gleichzeitig großzügig Raum vor dem Gebäude, für die Unterbringung der Kioske, Platz für
den Wochenmarkt, Cafe`s, die Aus- und Eingänge der Tiefgaragen sowie das Queren des Platzes
in jedwede Richtung. Durch die vertikale Ausrichtung des Baukörpers und dessen dynamischer
Ausformung wird dem Wunsch des Auslobers nach einem Gebäude mit starkem, zeichenhaften Charakter
mit hohem Wiedererkennungswert Rechnung getragen.
Grundsätzlich werden die einzelnen Funktionsbereiche vertikal übereinander gestapelt.
Das Eingangsgeschoss fungiert als Verteiler, Treffpunkt und
Orientierungsraum, weiters befinden sich hier sämtliche zur Gänze öffentlichen Einrichtungen
Großzügig über eine weitläufige Treppe und einen Luftraum ist der „Saal“ eine Etage tiefer an das
Foyer angebunden, das Bibliotheksdeck scheint über dem Eingangsgeschoss zu schweben.
Die folgenden zwei Geschosse werden von der Volkshochschule eingenommen, darüber befindet sich auf
einem „halböffentlichen Deck“ die Verwaltung der Musikschule sowie der Bibliothek mit einem kleinen
gemeinsamen Bistro. Im letzten Geschoss sind, bis auf den Raum für musikalische Früherziehung und den
Chorraum die Räumlichkeiten der Musikschule untergebracht. So ergibt sich eine eindeutige Gliederung
der einzelnen Funktionbereiche und damit eine klare Orientierung innerhalb des Gebäudes.