Entwurfsbeschreibung:
Situation:Die derzeitige Situation des „Combi-Sportplatzes“ ist geprägt durch eine ganze Reihe gravierender funktionaler Mängel, bzw. dem Umstand dass, die Anlage sowohl in sportlicher Hinsicht als auch von den räumlichen Erfordernissen nicht mehr den heutigen Standards entspricht.
Als historisch, architektonisches „Dokument“ der 30er Jahre wird das Tribünengebäude unter Denkmalschutz gestellt.
Konzept:Charakteristische Merkmale der Architektur jener Zeit waren die Geschlossenheit und Monumentalität und die streng rationalistische Formensprache. Diese Merkmale können auch als Ausdruck jener Geisteshaltung gelesen werden die in den 20iger und 30iger Jahren im faschistischen Italien tonangebend war.
Unser Wunsch war es dieser Architektur ein Äquivalent heutiger Zeit - aus einem demokratisch geprägten Kontext - an die Seite zu stellen.
Demokratie, versinnbildlicht durch Transparenz und Offenheit, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn.
Leichtigkeit und Durchlässigkeit als Gegenpol zur „massiven Schwere“ der Architektur jener Zeit.
Vehrkehrskonzept und Freiflächen:
Ein wesentlicher Punkt für eine funktionierende Sportanlage ist in unseren Augen das Lenken und Entkoppeln der verschiedenen Verkehrsströme.(Zuschauer; Sportler; Gästebus; Cafe´besucher; Personal; Hausmeister)Wobei noch eine weitere Gliederung vorgenommen werden muss, und zwar die Teilung in individual ( zu Fuß, mit dem Fahrrad und Pkw ) und öffentlichen Verkehr. In erster Linie war es uns sehr wichtig für die Zuschauer eine klar lesbare, übersichtliche und großzügige Eingangssituation zu schaffen. Vom Parkplatz im Osten der Tribüne wird der Zuschauer über eine neu angelegte “Promenade“ zum Haupteingang geschleust. Diesem vorgelagert ist ein kleiner Platz, der im Falle einer Veranstaltung als Puffer- oder Stauzone funktioniert – im Alltag als städtischer Freiraum definiert wird.
Geprägt wird der Platz durch die großgewachsenen, Schatten spendenden Bäume, die Grünflächen und das Cafe mit seiner großzügigen Terrasse . Der gesamte Straßenraum an dieser Stelle wird neu gefasst und verkehrstechnisch beruhigt.
Auch die Nutzer, bzw. Zuschauer welche zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Viehmarktstraße zum Sportplatzareal gelangen werden in diesen Platzraum „aufgesogen“ und von dort aus weiter gelenkt .
Wichtig war es für uns, dass Zuschauer und Nutzer entlang ihres Weges - vorbei an der neuen Tribüne - in Beziehung treten können mit dem was sich dahinter befindet. Durch die Offenheit der neuen Struktur können Sichtbeziehungen hergestellt werden, die das Thema Sport unmittelbar erfahrbar machen.