Entwurfsbeschreibung:
Themen wie Transparenz, Offenheit und Vertrauen kennzeichnen den Wettbewerbsentwurf für den neuen Hauptsitz
der Südtiroler Volksbank in Bozen.
Ausgangspunkt unserer Überlegungen war es, ein Gebäude zu entwickeln welches die Schwerpunktsetzungen
und Werte des Bankinstituts sowohl nach innen, als auch nach außen wahrnehmbar und erfahrbar macht.
Verantwortung, aber auch die gesellschaftliche Bedeutung des Geldinstituts sollen in einem übertragenen
Sinn ihren Niederschlag und Ausdruck in der neuen Architektur finden.
Wir sehen die vorgeschlagene Lösung als eine nachhaltige Investition in das Erscheinungsbild und die
funktionelle Optimierung der Bank. Die neu geschaffenen Strukturen sollen neben optimalen Arbeitsverhältnissen,
ein flexibles Reagieren auf die sich immer rasanter entwickelnden Veränderungen möglich machen, aber auch „Raum“
schaffen für die
Identifikation sowohl mit dem Bankinstitut als modernes Dienstleistungsunternehmen als auch mit dem Haus als solchen.
Die Gliederung des Gebäudevolumens in zwei voneinander unabhängige, dennoch miteinander verbundene
Einheiten ergibt sich sowohl aus dem Zuschnitt des Grundstücks, als auch aus der gewünschten Differenzierung
in tertiäre und gewerbliche Flächen. Ein kleiner, vorgelagerter Platz und die klare Positionierung der Volumen
ermöglichen eine einfache Orientierung bevor man eines der beiden Gebäude betritt.
Sowohl für das Personal, als auch für die Kunden sollte ein funktionell klar lesbares Gebäude
konzipiert und trotz der geforderten Dichte an Arbeitsplätzen ein atmosphärisch „offenes und leichtes“ Haus angeboten werden.
die bestimmenden Elemente sind:
- die Bürostränge liegen direkt an der Außenhülle werden unmittelbar mit Licht und Luft versorgt
- die zentrale, linear angeordnete Servicezone
mit Treppenhäusern, WC-Kernen, Archiv- und Materialräumen
- die lichtdurchfluteten Erschließungsbereiche mit den entsprechenden Aufenthaltsbereichen
- die geschlossenen und offenen Atrien bzw. Innenhöfe. Die einzelnen Ebenen der Bank sind über diese Lufträume
zu einer ablesbaren Einheit verschmolzen, man bewegt sich innerhalb „eines Raumes“, auch wenn man die Geschossebene wechselt.
Die Fassaden der beiden Baukörper sind bestimmt vom Wunsch nach Transparenz. Dies um möglichst viel Licht ins
Gebäudeinnere zu bringen und um bewusst einen Kontrapunkt zu den in der Vergangenheit üblichen, hermetisch
geschlossenen Bankzentralen zu setzen.
Transparenz und Offenheit als wortwörtlich, in Form von Architektur, transportierte Unternehmens- philosophie.
Renderings: Peter Larcher
www.workspace.at